Glutamat Lebensmittel

Wird bei der Herstellung von Lebensmitteln Glutamat verwendet, ist dies Kennzeichnungspflichtig. Der Geschmacksverstärker ist gemäß dem Lebensmittelrecht mit der zugehörigen E-Nummer auf der Verpackung aufzuführen. Wenn man Glutamat Lebensmitteln zusetzt, dann geschieht das in der Regel, um deren Geschmack zu verstärken. Manche Zutaten haben einen so schwachen Eigengeschmack, dass bei der industriellen Herstellung ein Verstärkung notwendig wird. Durch die Zubereitung verlieren die Zutaten nämlich auch noch einen Teil des Eigengeschmacks. Beim Kochen zu hause kann dies durch verschiedene andere Gewürze ausgeglichen werden. In der Lebensmittelfabrik wäre es zu teuer, den Geschmack immer mit Gewürzen auszugleichen, zumal der Kunde ja von einem Fertigessen immer denselben Geschmack erwartet.

Bei einem weltweiten Verbrauch von 300.000 Tonnen jährlich, kann man sich etwa vorstellen, wie viel Glutamat Lebensmitteln tatsächlich beigemischt wird. Verzehrt man eher selten ein Fertiggericht, sind wohl keine Probleme zu erwarten. Schädlich kann es sich dann auswirken, wenn man sich überwiegend oder gar ausschließlich von Fertiggerichten ernährt. Dann nimmt man mit den Lebensmitteln Glutamat in einer Dosis auf, die durchaus gesundheitsschädlich wirken kann. Doch wird Glutamat Lebensmitteln nicht nur bei der industriellen Fertigung beigemischt. Auch die asiatische Küche verwendet traditionell Glutamat, um den Geschmack der einzelnen Zutaten hervor zu heben. Etwas zu Unrecht werden asiatische Zutaten, wie Bambussprossen oder Sojabohnenkeimlinge deshalb oft als Glutamat Lebensmittel bezeichnet. Ein Vorwurf, den man so uneingeschränkt sicher nicht stehen lassen kann, da auch immer die Möglichkeit besteht, Glutamat durch andere Gewürze zu ersetzen.

Leidet man an einer Glutamat Unverträglichkeit, an einer Nervenerkrankung oder an einer Auto-Immun-Erkrankung, sollte man auf Glutamat in Lebensmitteln völlig verzichten. Da Hefeextrakt auch Glutamat enthält, wird auch bei der Verwendung dieses Zusatzes Glutamat Lebensmitteln beigemischt. In diesem Fall ist die Beimischung nicht einmal kennzeichnungspflichtig. Man sollte also auch auf  Lebensmittel mit Hefeextrakt verzichten, wenn man kein Glutamat zu sich nehmen darf. Einfach ist die Vermeidung des Geschmacksverstärkers sicher nicht, da Glutamat Lebensmitteln die industriell hergestellt werden eigentlich immer beigefügt wird. Eine Vollständige Vermeidung ist nur möglich, wenn man alles selbst zubereitet. Und selbst dann muss man manche Zutaten meiden, da auch manche Gemüsesorten Glutamat enthalten.