Geschmacksverstärker

In vielen Lebensmitteln finden sich heute Geschmacksverstärker. Besonders industriell hergestellte Gerichte, also die sogenannten Fertiggerichte, enthalten viele Geschmacksverstärker. Der Hersteller hat den Anspruch, dem Kunden immer dasselbe Geschmackserlebnis zu bieten, wenn dieser dasselbe Produkt kauft. Da aber die Zutaten natürlichen Ursprungs sind, gibt es keine Gewähr, dass diese immer genau den selben Geschmack in der selben Intensität haben. Diese vermeintliche Manko wird durch die Geschmacksverstärker ausgeglichen. Es handelt sich dabei vielmehr um Substanzen, die den Geschmack des jeweiligen Lebensmittels hervorheben.

Als Geschmacksverstärker werden in der Regel organische Stoffe verwendet. Glutamat als wohl bekanntester Geschmacksverstärker ist in vielen Lebensmitteln von Grund auf enthalten. In reifen Tomaten ist ebenso Glutamat wie in Milchprodukten und Fisch. Sogar in der Muttermilch ist Glutamat enthalten. Dieser Anteil ist deshalb so wichtig, weil die Glutaminsäure einer der Bestandteile ist, die zur Proteinbildung nötig sind. Es handelt sich also nicht um zugesetzte Geschmacksverstärker, sondern um einen biologisch notwendigen Stoff.

Zugesetzte Geschmacksverstärker erkennt man an den Angaben auf der jeweiligen Lebensmittelverpackung. Die Zusätze sind mit den sogenannten E-Nummern gekennzeichnet. Zusatzstoffe, zu denen die Geschmacksverstärker gehören dürfen nur verwendet werden, wenn sie dafür zugelassen sind. Diese Zulassung wird nur erteilt, wenn sichergestellt ist, dass eine gesundheitsschädliche Wirkung ausgeschlossen ist. Beigemischte Geschmacksverstärker sind auf der Verpackung oder in der Zutatenliste mit einer Nummer gekennzeichnet, die das Format E 6XX besitzt. Obwohl der Verzehr der Geschmacksverstärker wissenschaftlich als unbedenklich angesehen wird, haben die Substanzen in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf. Das mag mit daran liegen, dass es Menschen gibt, die auf den einen oder anderen Stoff allergisch reagieren. Allerdings heißt das ja nicht, dass die Substanz an sich schädlich ist. Zum anderen liegt der schlechte Ruf sicherlich auch daran, dass es immer wieder Skandale gab, weil Hersteller nicht nur die erlaubten Stoffe verwendeten, sondern nicht frei gegebene Zusätze, die in der Herstellung günstiger sind und so den Gewinn erhöhen.

Für die Förderung von Allergien oder von ADHS bei Kindern durch Geschmacksverstärker gibt es keinen anerkannten, wissenschaftlichen Beleg.